

| · | Einschlafstörungen |
| · | Durchschlafstörungen |
| · | Aufwachstörungen |
| · | Zu frühes morgentliches Erwachen |


| Falsche Vorstellung... | Richtig ist: |
| Der Grossteil der Nacht besteht aus Tiefschlaf. |
Tiefschlaf findet sich nur in der ersten Hälfte der Nacht und macht insgesamt ca. 15..20% der Nacht aus. 50 % der Nacht besteht aus Leichtschlaf. |
| Ein guter Schläfer wacht nachts nicht auf. | Mehrmaliges Aufwachen gehört zu einem gesunden Schlaf und ist physiologisch sinnvoll. |
| Nach einer schlechten Nacht muss der Schlaf später nachgeholt werden, das heisst man muss länger schlafen. | Der Körper reguliert einen Schlafverlust durch die Schlafqualität und nicht durch die Schlafquantität. |
| Regelmässiger nächtlicher Schlaf ist lebensnotwendig - Schlafstörungen sind katastrophal. |
Gelegentlich verpasster Schlaf ist unschädlich und hat nur wenig Konsequenzen für die Leistungsfähigkeit am Tage. Schlafstörungen sind unangenehm, aber kein Grund zur Panik. |
| Das Befinden am Tage ist ausschliesslich von der Qualität des Nachtschlafes abhängig. Wenn ich nachts schlecht geschlafen habe muss ich mich tagsüber schonen. | Das Befinden am Tage ist von vielen Faktoren abhängig. Schlechter Schlaf kann zur Ausrede dafür werden, dass man sich schlecht fühlt. Genügend Tagesaktivität ist eine Bedingung für einen gesunden Nachtschlaf. |
| Der Schlaf vor Mitternacht ist der Beste. | Das erste Drittel des Schlafes mit seinem Tiefschlafanteil tritt unabhängig vom Einschlafzeitpunk auf. |
| Im Laufe des Tages nimmt die Müdigkeit stetig zu. | Die Müdigkeit schwankt in einem ca. vierstündigen Rhythmus. |
| Der Schlaf verläuft nach dem Einschlafen geradlinig abfallend bis zu seinem tiefsten Punkt, um dann bis zum Morgen wieder anzusteigen. | Schlaf ist ein aktiver, in ca. 90 Minuten-Zyklen ablaufender Prozess. |
| Acht Stunden Schlaf sind notwendig, um erholt zu sein. | Die Schlafdauer ist individuell sehr verschieden. Kurzschläfer brauchen nur ca. 4..5 Stunden pro Nacht. Auch 8-Stunden-Schläfer können ihre Schlafdauer ohne Probleme auf ca. 5..6 Stunden verkürzen. |

| 20 einfache Regeln der Schlafhygiene |
| Eine positive Grundeinstellung zum Schlaf entwickeln. Hetze, Hektik, Stress während des Tages abbauen. |
| Körperliche bzw. geistige Entspannung ist die wichtigste Voraussetzung für einen erholsamen Schlaf. |
| Feste Schlafrituale entwickeln und einbauen. Entspannungs-Übungen, Musik hören etc. |
| Bei Problemen mit der Entspannung können Entspannungstechniken wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung helfen. |
| Falsche Vorstellungen über erholsamen Schlaf abbauen. |
| Erst das Bett aufsuchen, wenn man müde ist. |
| Mittagsschlaf und Nickerchen zwischendurch unter Umständen vermeiden. Regelmässigkeit der Einschlaf- und Aufstehzeiten. |
| Wenn immer möglich den ruhigsten Raum als Schlafzimmer wählen, Lärm ist ein Schlafkiller. |
| Das Schlafzimmer wohnlich einrichten und eine schlaffördernde Umgebung schaffen, Lichtquellen beachten. |
| Im Schlafraum keine hohen Temperaturen (max. 18°). |
| Ein gutes Bett mit einer funktionalen Matratze. |
| Das Bett wirklich nur zum Schlafen benützen (Ausnahme sexuelle Aktivitäten), Lesen, Fernsehen, Grübeln, Essen im Bett gibt eine schlafverhindernde Konditionierung. |
| Störungen durch einen Bettpartner, Schnarchen, Bewegungen, anderen Schlafrhythmus. |
| Stimulierende Getränke bei Einschlafstörungen schon ab nachmittags vermeiden. Alkohol in grösseren Mengen zerstört den Schlaf |
| Auf gesunde Ernährung und leichtes Abendessen achten. |
| Sich tagsüber in ausreichendem Masse körperlich betätigen (Treppensteigen anstelle von Liftbenutzung, Auto weiter vom Ziel entfernt parkieren und den „Rest“ zu Fuss gehen) |
| Aber Vorsicht vor Leistungssport zu spät am Abend. |
| Überprüfen lassen, ob ev. regelmässig eingenommene Medikamente die Schlafstörung verursachen. |
| Mit Schlafmitteln vorsichtig umgehen. Grundsätzlich sollte man versuchen ohne Schlafmittel auszukommen. |