Was ist ein Burnout-Syndrom

In der Fachwelt beschreibt das Burnout-Syndrom einen Zustand emotionaler, körperlicher und geistiger Erschöpfung. Allgemein versteht man darunter eine anhaltende Stressreaktion vor allem im Zusammenhang mit der Arbeitswelt. Ein Burnout ist nicht etwas das von heute auf morgen einfach da ist, ein langer Weg, über verschiedene Stadien, führt nach und nach zu dem Zustand völliger Leere und Erschöpfung.
Einmal erreicht,  verschwindet der Zustand leider auch nicht wieder wie von selbst über Nacht.

Bunrout-Symptome finden sich oft bei Menschen, die einmal "Feuer und Flamme" waren für ihre berufliche Tätigkeit. Gerade dieses starke Engagement kann bei andauernder oder wiederholter Überlastung zu einem Ausgebrannt-Sein führen. Man findet in sozialen und oder medizinischen Berufen oft eine hohe Bereitschaft zu dieser Art der Verausgabung. Die Anstrengung eigene Bedürfnisse, Wut, Ärger und Druck nicht nach aussen dringen zu lassen, kann rasch in eine Burnout-Spirale münden.

Wer sein eigenes Verhalten, seine körperlichen und psychischen Reaktionen immer wieder beobachtet und reflektiert, kann wesentlich dazu beitragen, ein persönliches Burnout zu verhindern oder rechtzeitig abzuwenden. Hier kann auf der einen Seite eine Entspannungsmethode und auf der anderen Seite ein Umlernen von Bewertungen  und Verhalten hilfreich sein.
Die Stadien auf dem Weg zur Erschöpfung

















Eine wichtige Funktion im ganzen Prozess nimmt die Verleugnung ein. Es ist in diesem Sinne sogar eines der Hauptmerkmale für den ganzen Vorgang. Der Realität nicht in die Augen zu schauen, ist eine verlockende Möglichkeit nicht an den wahren Gründen für verschiedene belastende Ereignisse oder Lebensweisen rühren zu müssen. Werden Frustration, Belastungen, Stress, Vereinsamung aber auch Wut und Bedrohungen systematisch und andauernd verleugnet, ist der Weg in ein Burnout vorgezeichnet. Übrigens werden dann auch handfeste körperliche Probleme, die in späteren Phasen auftreten, ausgeblendet und als nicht existent verleugnet.
Stadium 2
«Meine Zwanghaftigkeit bestand darin, allen alles recht zu machen - ein wahrer Supermann zu sein.»

Stadium 3
Die Aussage «Ich habe jetzt gerade keine Zeit für mich selbst. Ich würde zwar gerne einmal wegfahren oder nach der Arbeit schwimmen gehen - aber mein Tag hat einfach zuwenig Stunden» deutet auf eine Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse hin.

Stadium 5
«Ich hatte einen so vollen Terminkalender, dass ich mich dauernd gehetzt fühlte. Alles um mich herum war wie verdreht. Ich schrie die falschen Leute an und war nett zu den denen, die ich hätte anschreien sollen. Ich kannte mich selbst nicht mehr, und vor allem schien ich den Massstab verloren zu haben an dem ich vorher Dinge messen konnte».

Stadium 6
«Ich hatte oft das Gefühl mir selbst von aussen zuzusehen. Ich wusste zwar, dass etwas nicht stimmte aber ich war voll damit beschäftigt mein Verhalten unter Kontrolle zu halten.»

Stadium 8
«Ich ertrug es nicht mehr mit mir alleine zu sein. Jeder Augenblick musste ausgefüllt werden. Wenn ich niemanden fand der mit mir ausgehen wollte schluckte ich Valium, damit ich die Zeit nicht bewusst erlebt habe.»

Stadium 9

«Ich besuchte meinen Arzt wegen eines Hautausschlages. Er gab mir zwar eine Salbe dafür sagte mir aber auch, dass ich einen viel zu hohen Blutdruck und ein abnormales EKG hätte. Das habe ich aber gar nicht wahrgenommen. Es schien sich nicht um mich zu handeln.»

Stadium 10
«Ich vergass mich zu pflegen und wusch mich nicht mehr. Wenn ich aus dem Haus gehen musste, merkte ich in letzter Minute, dass ich keine sauberen Kleider mehr hatte. Ich wühlte dann im Wäschekorb nach etwas halbwegs Brauchbarem.»
 
Was kann gegen ein Burnout unternommen werden























Unterschiedliche Ursachen können zu einzelnen Burnout-Symptomen oder am Ende zu einem Burnout-Syndrom führen. Deshalb steht am Anfang einer erfolgreichen Therapie die richtige Diagnose mit einer genauen Analyse und einer umfassenden Abklärung der Begleitumstände. BME, eine von der Praxis Dorma bain entwickelte Therapie, hat speziell für Burnout Problematiken sehr gute Erfolge gezeigt. 

Je nachdem wie weit das Burnout schon fortgeschritten ist, sind unterschiedliche therapeutische Massnahmen und Aktivitäten erforderlich.
In den ersten Phasen genügt meist gezieltes Reflektieren der Denk- und Verhaltensmuster, lernen mit dem Delegieren von Verantwortung umzugehen und bewusst Leistungswunsch und Leistungszwang zu unterscheiden.


In den mittleren Stadien, wird es wichtig, sich nicht auf sich selbst zu verlassen. Hören Sie auf ihr Umfeld und versuchen Sie sich bewusst zu machen wer und was Ihnen wichtig ist in Ihrem Leben. Nehmen Sie dazu aber unbedingt professionelle psychotherapeutische Hilfe in Anspruch.


Je weiter fortgeschritten das Burnout ist, desto wichtiger wird die koordinierte Hilfe von aussen. Sehr oft treten in diesen Phasen auch ernsthafte körperliche Probleme auf, die medizinische und psychologische Betreuung erforderlich machen, oft zwingend als stationäre klinische Behandlung.